SelbstBEWUSSTsein

Du kannst nur lernen, dass du das,
was du suchst, schon selber bist.
Alles Lernen ist das Erinnern an etwas,
das längst da ist und nur auf Entdeckung wartet.
Alles Lernen ist nur das Wegräumen von Ballast,
bis so etwas übrig bleibt,
wie eine leuchtende innere Stille.
Bis du merkst, dass du selbst der Ursprung
von Frieden und Liebe bist.
Sokrates

TRANCE: SelbsBEWUSSTsein/SelbstWERT/SelbstVERTRAUEN

Eine weise Geschichte zu mehr Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen
Eine junge Frau kam zu einer weisen Frau, um sie um Rat zu bitten. Diese wusste um ihren Fleiß und ihr Bemühen, Weisheit zu erlangen. Sie selbst war einen weiten Weg gegangen, um das Leben besser zu verstehen. Die junge Frau fragte: „Sag mir, wie ich glücklich werden kann. Ich bin bereit, alles dafür zu tun. Ich will gerne all mein Hab und Gut dafür einsetzen, mich aufopfern und auf deinen Rat hören.“

Die weise Frau lächelte und antwortete: „Es gibt nichts, was du tun kannst. Weder Geld noch Macht werden dir Glück verschaffen. Auch die Liebe wird dich nicht allein befriedigen. Das Einzige, was ich dir sagen kann, das lautet so: du musst lernen, dich  im rechten Licht zu sehen.“

Unsere größte Angst ist nicht unzulänglich zu sein.
Unsere größte Angst ist grenzenlos mächtig zu sein.
Unser Licht, nicht unsere Dunkelheit, ängstigt uns am meisten.

(Nelson Mandela)

Akzeptieren Sie sich so wie Sie sind. Das ist der wesentliche Schritt zur Veränderung. Die Selbstakzeptanz ist  wohl das Schwierigste im Umgang mit sich selbst. Denn es bedeutet, ehrlich zu sich zu sein. Es bedeutet, die eigene „Unvollkommenheit“ ehrlich anzuschauen und anzunehmen.

Vielleicht reden Sie manchmal zu viel, vielleicht sind Sie öfters schüchtern, verunsichert oder nervös, vielleicht fühlen Sie sich dadurch missverstanden, gekränkt, ungeliebt….... wollen Sie  etwas ergänzen. .......? Vielleicht ist etwas an Ihrem Körper, das Ihnen missfällt. Was auch immer es ist. Schauen Sie es an und akzeptieren Sie Ihre Unvollkommenheit  und bekämpfen Sie sie nicht als Ihren inneren Feind, in dem Sie ständig an sich zweifeln, sich bewerten = abwerten, sondern sehen Sie sich als FreundIn liebevoll an.

Erkennen Sie die Vielfalt, die Komplexität Ihrer Gefühle und nehmen Sie diese in ihrer Gesamtheit an.

Sind sie einsam, ängstlich, traurig oder enttäuscht, dann betrachten sie diese Gefühle liebevoll.

Die ganze Seele wird von diesen Gefühlen berührt, doch man muss es einfach geschehen lassen. Sie nicht unterdrücken, oder sich davon ablenken, sondern sie zulassen.

Und dann passiert sehr oft ein Wunder: man merkt, wie wenig einem die Einsamkeit, die Angst u.a. etwas anhaben können. Man wird FREI...

Daraus entsteht die Fähigkeit zu reifen und über sich hinauszuwachsen -  sich selbst und dem Leben gegenüber lebendig, spürbar und berührbar zu sein.

Je mehr Sie beginnen die „Unvollkommenheit“ und Ihre vermeintlich „negativen“ Seiten an Ihnen zu mögen, um so mehr spüren Sie, dass Sie eine wundervolle Person sind, so wie Sie sind. 

So ändert sich das innere  und auch das äußere Bild. Der Samen zu mehr Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen ist gesät. Es bedarf nur noch der liebevollen Pflege und Geduld.

Montaigne spricht von der "Liebe, die jeder sich selbst schuldet" und ohne die niemand das Leben und die anderen lieben kann.

Anmerkung: Oftmals wird Selbstliebe/ Selbstbewusstsein/ Selbstsicherheit/ Selbstwertgefühl mit Egoismus und Narzissmus gleichgesetzt. Das ist auf den ersten Blick auch nicht verwunderlich, bedienen Narzissten sich der Maske der Selbstsicherheit, Überlegenheit und verstecken ihr fragiles Selbst hinter Erfolg, Prestige und Macht. Aber: Das Streben, sich selbst zu entfalten und das innere Potential zu verwirklichen, dies auch anzuerkennen, wertzuschätzen und von anderen anerkannt und wertgeschätzt zu werden, ist nicht mit einer narzisstischen Störung gleichzusetzen, sondern ein wichtiges Grundbedürfnis:

Verena Kast, eine bekannte Psychotherapeutin schreibt in ihrem Buch: „Trotz allem ICH“ – die Notwendigkeit der Anerkennung: „Menschen brauchen Anerkennung für das, was sie sind und was sie beitragen. Dies ist eine weitere Voraussetzung für ein gutes Selbstwertgefühl…Beim Bedürfnis nach Anerkennung wird deutlich, dass wir den anderen Menschen für die wohlwollende Selbstbestätigung brauchen, die dann in der Folge der Entwicklung dazu führt, dass man sich selber und anderen gegenüber auch anerkennend sein kann, Respekt für sich und für andere aufbringen kann. Das wiederum ist eine Grundlage für ein gutes Selbstwertgefühl.“

Das gehört zu einem ausgefüllten Leben, auch ist die Erhöhung des Selbstwertgefühles ein Grundbedürfnis, welches durch den persönlichen Erfolg einen authentischen Ausdruck findet. Hier gilt es genauer hinzusehen und auch hinter die Fassade zu blicken und das Motiv zu erkennen. Erfolg und Anerkennung dienen narzisstischen Menschen als Kompensation für ihre alten Wunden oder ihr narzisstisches Loch – ihre innere Leere nicht zu spüren. Sie sind nie bei sich angekommen, fühlen sich ungeliebt und können nicht lieben, begleitet von Selbstzweifel und Minderwertigkeit – innerer und äußerer Abwertung. Sie benutzen andere, um den fragilen Selbstwert auszugleichen, der wie ein Fass ohne Boden durchlässig und brüchig bleibt. Narzissten benötigen ständig die Bestätigung "Ich bin die/der Beste". Wenn sie in ihren Größenphantasien nicht bestätigt werden, fallen sie in ein tiefes Loch. Es quälen sie Selbstzweifel, Ängste sich zu verlieren und Depressionen.

Glück und Unglück hängen davon ab, ob man Leere fürchtet oder schätzt
Leere ist der Reichtum an Möglichkeiten.

Das Bewusstsein erkennt den Reichtum der Leere als bedrohliches Nichts.Statt sich der Leere anzuvertrauen, die in der Mitte des Daseins liegt, flüchtet er/sie in die extremen Randbereiche des Erlebens, weil er/sie seine Existenz vom Lärm der Intensität, der Macht, der Anerkennung bestätigt sieht.

Wer seine Selbstwertzweifel achtsam durchlebt, die dahinter stehenden angstmachenden Gefühle wahrnimmt, ohne sich gegen sie zu sträuben, dem weisen sie den Weg zu einer tieferen Schicht der eigenen Identität.

Wer die eigenen Gefühle als Marionettentheater äußerer Faktoren deutet, braucht sich nicht zu wundern, dass er/sie sich ständig um den Erhalt seines Selbstwertgefühls bemühen muss.

Nur wer sich selbst sieht, statt das Bild, dem er entsprechen will, kann echten Selbstwert empfinden.

Wenn ich etwas abwerte=abwehre, höre ich auf, es wahrzunehmen. Wenn ich aufhöre, etwas wahrzunehmen, verbaue ich mir die Chance,
 die in der Begegnung mit diesem Teil der Wirklichkeit liegt.

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